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Schulklassen besuchen Heimatmuseum 

 

 

Am 9.1.2018 besuchten die 3. Klassen der Sebastianschule Neuthard das Heimatmuseum in der alten Zigarrenfabrik. Um 08.30 Uhr kam erwartungsvoll die erste Gruppe mit ihrer Klassenlehrerin Frau Küchler. Im Anschluss kam die zweite Gruppe mit der Klassenlehrerin Frau Becker.

Sehr aufgeschlossen folgten alle den Erklärungen, Beschreibungen und eingebauten Geschichten und Erlebnissen von Anni Storck. Helmut Storck erklärte den alten Kaufmannsladen im Obergeschoss, den sein Vater 1947 eröffnete.

Besonderes Interesse galt dem Neutharder Ortswappen und den verschiedenen Berufen, die in der Zeit von ca. 1950 bis 1960 sehr zahlreich in Neuthard vorhanden waren.

An alten Ortsplänen und Fotos alter Ortsansichten erkannten einige wo sie heute wohnen. Manche vermissten jedoch ihre heutigen Straßen. Die Kinder erkannten, dass noch sehr viel mehr Interessantes im Museum zu entdecken wäre. Bei der nächsten Museumsöffnung möchten viele wiederkommen.

 

 

 

Wegkreuze, Gedenkstätten, Grabmale und Kapellen in Neuthard

Die Broschüre ist zum Preis von 4 Euro ab sofort in der Bibliothek am Mühlenplatz oder unter 07251 42675 erhältlich. 

 

 

 

Als schön und berührend wurde die Darstellung des "Sternenbaums" mit der Geschichte und dem Zitherspiel von unseren Besuchern letzten Freitag empfunden. Noch lange blieben viele Gäste im Fasselstall und man kam ins Gespräch bei Glühwein, Apfel- und Schmalzbrot.

Auch wenn wir nur wenige Aktive sind, macht es um so mehr Freude zusammen für die interessierten Mitmenschen solche Veranstaltungen zu organisieren. Daher werden wir auch im neuen Jahr einige Events anbieten.

 

 

 

 

Wer noch ein kleines Geschenk für an unserer Ortsgeschichte Interessierte sucht, in der Bibliothek am Mühlenplatz kann die neue Broschüre über Gedenkstätten, Wegkreuze, Grabmäler und Kapellen für 4.- € erworben werden.

 

Das neue Jahr starten wir mit unserer Jahreshauptversammlung  am Freitag den 16.02.2018 um 19 Uhr.

 

 

 

Heimatforschung Neuthard bietet eine neue Broschüre an: „Historie über die Wegkreuze, Gedenkstätten, Grabmale und Kapellen in der Gemeinde Neuthard"

Aus der Mitte der Neutharder CDU Mitglieder wurde der schlechte Zustand der bestehenden Wegkreuze diskutiert. In einer angeregten Diskussion darüber kam der Vorschlag, die Angelegenheit näher zu untersuchen und wenn möglich, eine Renovierung durchzuführen, und zwar beim „Weißen Kreuz“, dem „Kreuz am Büchenauer Weg“ und beim Kreuz „Auf der Höhe“. Kunibert Baumgärtner erklärte sich bereit, sich dieser Angelegenheit anzunehmen. Zusammen mit Edda Baumgärtner und der Heimatforschung Neuthard entstand diese 28 seitige Broschüre, die wir demnächst zu einem Unkostenbetrag von 4.-€ anbieten. Eine gute Gelegenheit dazu ist der 15.12.. Die Heimatforschung beteiligt sich wieder an dem ökumenischen lebendigem Adventskalender und öffnet um 18h30 ihr Kalendertürchen im Fasselstall, Kirchstraße 53.

 

 

 

 

 

Rückblick Historischer Rundgang

Am 16.11. trafen sich an die 70 Personen, die mit Roland Hehl bei einem nächtlichen historischen Rundgang in Neuthard ihren Ort erkunden wollten. Dieser Termin kam in Kooperation CDU und Heimatforschung Neuthard zustande.

Roland Hehl startete die Tour an der Kirche und gab aus seinem unermesslichen Wissen Fakten zu Kirchenneubau, alter Friedhof und Kriegerdenkmal preis. Von dort ging es übers Kirchgässle zum Bürgerhausplatz. (früher vielleicht Rathaus und Armenhaus, genaue Unterlagen gibt es keine). Erfahren konnten die Nachtwanderer warum die Ente in unserem Ortswappen ihren Platz gefunden hatte -es muss immer so viel Wasser im ehemaligen Dorfbächle sein, so, dass eine Ente darauf schwimmen kann.

Dann ging es weiter zum Standort der alten Mühle. Interessant war, wie der Verlauf der Lache und der Werdegang der Mühlen war. Über die Spielstraße führte der Rundgang zur Bruchbühlanlage und über das Hostertgässle (Bruchbühlstr.) zur Hauptstraße. Die Geschichte des Gasthaus drei Kronen (ältestes Haus in Neuthard) und des Gasthauses Ritter, sowie Apotheke, Milchhäusle und Simon Heneca Platz. wurden erläutert.:

Nicht vergessen wurde die Geschichte der Dreschhalle, Zigarrenfabriken, altes Schulhaus, Gasthaus Engel und altes Pfarrhaus, von dem heute noch die Originalmauer steht.

Nachdem nach zwei Stunden der   gestillt war, begab sich der größte Teil der Besucher noch in den Hof der alten Zigarrenfabrik in der Friedhofstraße, wo sie sich mit heißen Getränken und Schmalzbrot stärken konnten.

Vielen Dank für den gelungenen Abend an Roland Hehl und der CDU Karlsdorf-Neuthard!

 

 

 

Vorschau Termine:

Historische Nachtwanderung

Die CDU Karlsdorf-Neuthard veranstaltet am Donnerstag, 16. November 2017 zusammen mit der Heimatforschung Neuthard eine Historische Nachtwanderung mit Roland Hehl.

Beginn ist um 18.30 Uhr beim Farrenstall („Fasselstall“), Kirchstr. 53 in Neuthard.

Der Rundgang geht die geschichtlich bedeutenden Gebäude und Plätze an, an denen das Leben in Neuthard aus früheren Zeiten lebendig werden soll. Nach ca. einheinhalb Stunden endet der Rundgang bei der Alten Zigarrenfabrik in der Friedhofstraße. Dort wird die Heimatforschung mit Glühwein die Teilnehmer/-innen erwarten.

 

Herzliche Einladung geht besonders an die zugezogenen Einwohner, die Geschichtliches über Neuthard kennen lernen wollen.

Weitere Termine:

Am 15.12. beteiligt sich die Heimatforschung wieder am lebendigen Adventskalender.

Am 23.03.2018 wird Thomas Adam bei der Heimatforschung über den Kraichgau referieren und sein neuestes Buch "Der Kraichgau. Eine kleine Geschichte" vorstellen.

 

 

Rückblick Zeitreise Veranstaltung am 13.10.17

Ein "volles Haus" hatte die Heimatforschung Neuthard am 13.10. als man sich zur Zeitreise ins 19. Jahrhundert begab. Erzählt wurden fiktive Geschichten, die in Briefform das Leben einer Pfarrersschwester, die von der Stadt aufs Land mit Ihrem Bruder gezogen war und sich langsam ins dörfliche Leben einfand, schilderten. Pressemitteilungen aus der damaligen Zeit zeigten, was die Menschen bewegte, wie sie sich verhalten mussten und welche Schlagzeilen es gab. Die Lieder, die Anni Storck auf der Zither spielte entstanden zum größten Teil im 18. Jahrhundert. Das Publikum summte und sang von Anfang an mit so dass wir uns wirklich in die damalige Zeit zurückversetzt fühlten.

 

Nach der Pause führte uns Roland Hehl in die Mitte des 18. Jahrhunderts. Viele interessante Fakten, die nicht in der Ortschronik zu finden sind, konnte man erfahren. Die Zuhörer waren gefesselt von dem Wissensschatz des Vortragenden und stellten im Anschluss noch viele Fragen.

 

Ohne die Hilfe im Vorfeld und natürlich während und nach der Veranstaltung der vielen Mitstreiter hätten wir den gelungenen Abend nicht meistern können. Herzlichen Dank an alle helfenden Hände!

Und wer weiß, vielleicht finden wir noch mehr Briefe, die vom Pfarrhaus auf dem Land in die Stadt geschickt wurden.........

Vorschau Termine:

Die CDU-Karlsdorf-Neuthard bietet in Kooperation mit der Heimatforschung Neuthard einen nächtlichen Ortsrundgang mit Roland Hehl an. Treffpunkt ist am 16.11.17 um 18 Uhr 30 am Fasselstall, Kirchstraße 23.

Am 15.12. beteiligt sich die Heimatforschung wieder am lebendigen Adventskalender.

Im Frühjahr 2018 wird Thomas Adam sein neuestes Buch "Der Kraichgau. Eine kleine Geschichte" vorstellen. Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben.

 

 

 

 

1947 – ein Hungerjahr


Das Ernstdankfest steht vor der Tür. Blicken wir 70 Jahre
zurück, so hatte dieses Fest eine ganz besondere Bedeutung.
Nach dem verlorenen 2. Weltkrieg war der Winter 1946/47 der kälteste des Jahrhunderts mit über 100 Frosttagen zum Teil unter 20 Grad minus gewesen. Der Rhein war teilweise zugefroren, so dass ein wichtiger Transportweg für Heizmaterial und Lebensmittel abgeschnitten war. Viele Menschen erfroren oder verhungerten damals in Deutschland. Es fehlte an allem. Zwar gab es Lebensmittelkarten, doch die Läden waren meist leer und auch das Geld war nichts wert.
Der dann folgende Sommer wird heute auch Steppensommer genannt, da der Regen in der Vegetationsphase ausblieb und die Felder verdorrten. Auch hier in Neuthard erntete man z. B. weniger Kartoffeln als man im Frühjahr in den Boden brachte. Sie waren die Hauptnahrungsquelle. Für das Vieh fand man kaum Futter.


Diese Zeit, in der buchstäblich Hunger und an allem Mangel herrschte, hat sich für die damaligen Kinder tief ins Gedächtnis eingebrannt. „Altes Brot ist nicht
hart, gar kein Brot, das ist hart!“


Ein wahres Wort zum Erntedankfest angesichts des heutzutage oftmals respektlosen und verschwenderischen Umgangs mit Lebensmitteln.

 

 

 

Werzwischbinden

 

Auch dieses Jahr wurden wieder über 100 Sträuße gebunden. Allein in der Kirche waren 80 Sträuße, die geweiht und mitgenommen wurden.

Vielen Dank an alle Kräutersammler und den Organisatoren!

Fasselstallfest

Das Fest war, wie die Jahre zuvor, ein Erfolg. Viele unserer treuen Besucher waren wieder gekommen und wurden bewirtet. Das Wette lies diesmal nichts zu wünschen übrig und so konnten wir unsere selbstgemachten Dampfnudeln und Kartoffelsuppe sowie die anderen Speise- und Getränkeangebote ausgeben.

Auch hier ein herzliches Dankeschön an alle Helfer und Aussteller!

 

 

Zeitreise

 

Es sind noch ein paar Karten à 5.-€ für unsere Veranstaltung am 13.10. um 19 Uhr im Vorverkauf erhältlich. Sie können jeden Montag um 18 Uhr in der alten Zigarrenfabrik, Friedhofstraße 4, erworben werden.

 

 

 

  

Brasilienbesuch in Neuthard

Per Email kannte Antonio Ari Schäfer aus dem südlichsten Brasilien bereits die Heimatforschung Neuthard. Nun aber ging ein lang gehegter Traum für ihn in Erfüllung: Mit Schwester, Bruder und dessen Ehefrau hatte sich der Mathe-Lehrer auf die Reise in die Vergangenheit gemacht, um Deutschland und insbesondere Neuthard, die Heimat ihrer Vorfahren, persönlich kennenzulernen.

Zunächst erfuhren die Gäste beim Empfang im Karlsdorfer Rathaus von Bürgermeister Weigt viel über die Weiterentwicklung der beiden Ortsteile in baulicher und sozialpolitischer Hinsicht. Auch Egon Klefenz ließ es sich als Präsident des BSG nicht nehmen, die Ankömmlinge willkommen zu heißen.

Das einstige Heimatdorf Neuthard hätten ihre Vorfahren wohl auch nicht wiedererkannt, denn vieles hat sich in den vergangenen 160 Jahren in baulicher Hinsicht verändert. Gern hätten die Besucher das alte Elternhaus von Heinrich Schäfer gesehen. Doch auch von der damaligen Ölmühle ihres Vorfahren Johann Sebastian Schäfer war nur noch ein Stück Mühlstein im Heimatmuseum übrig geblieben. Nichtdestotrotz dienten ein paar Steinchen vom damaligen Platz als Souvenir. Ebenfalls tief bewegt waren die Besucher von der Neutharder Sebastianskirche im Bewusstsein, dass ihr Vorfahr darin getauft und getraut worden war.

Wie klein Neuthard noch zur Zeit der Auswanderungswelle war, ließ sich anhand des Modells im Neutharder Heimatmuseum erkennen. Viel erfuhren die Gäste über die Hintergründe und Ursachen der Emigration und auch über die Stammbäume der eigenen Familie in unserer Auswanderer-Ausstellung.

Einen heiteren Abschluss im Kreise ihrer Tagesbegleiter Ursula Zeh und Edith Dres erlebten die Brasilianer bei herrlichem Wetter im Garten von Anni Storck bei Zitherspiel und Gesang, bevor es endgültig wieder heim nach Rio Grande de Sul ging.

 

 

 

 

Mitte: Antonio Ari Schäfer, links davon Agatha und Roque Schäfer mit Ehefrau Lia.                    

Rechts: die Damen der Heimatforschung Ursula Zeh, Edith Dres und vorne Anni Storck

 

 

Veranstaltungen

Am Montag den 14.8. um 18 Uhr findet das Werzwischbinden in der Heimatforschung Neuthard in der Friedhofstr. 4 statt. Gerne können folgende Kräuter mitgebracht werden:

Wermut, Rote Hersche, Rainfarn, Weinraute, Stolzer Heinrich, Stockrose, Liebstöckel, Wilde Möhre, Labkraut, Blutsknöpfle, Blutströofle, Wegwarte.

Am Dienstag den 15.8. um 10 Uhr findet die Segnung in der Neutharder Kirche statt.

 

Am 20.08. laden wir zum Fasselstallfest ein. Neben einem kleinen Basar werden heimische Produkte wie z.B. Kartoffeln und Zwiebeln sowie Speisen angeboten. Das Fest findet ab der Mittagszeit statt.

 

Am 13.10. um 19 Uhr veranstalten wir "eine Zeitreise ins alte Neuthard". Wahre und unterhaltsame Geschichten aus der Feder einer Pfarrers-Haushälterin und der damaligen Presse werden umrahmt von zeitgenössischen Liedern. Fast vergessene Gebäude und deren Geschichten werden vorgestellt. Eintrittskarten à 5.-€ können beim Fasselstallfest erworben werden. Eine kleine Pausenstärkung ist inklusive. Da der Platz in der Zigarrenfabrik begrenzt ist, heißt es schnell zugreifen!

 

Ehemalige Neutharderin zu Besuch aus Amerika

Auf Heimaturlaub ließ es sich Uschi geb. Suchy nicht nehmen, auch die Stätten ihrer Jugend und nochmals das Neutharder Heimatmuseum zu besuchen. Mit diesem Foto grüßt sie ihre ehemaligen Schulkameraden des Jahrgangs 1950/51.

 

 

Am Montag den 14.8. um 18 Uhr findet das Werzwischbinden in der Heimatforschung Neuthard in der Friedhofstr. 4 statt. Gerne können folgende Kräuter mitgebracht werden:

Wermut, Rote Hersche, Rainfarn, Weinraute, Stolzer Heinrich, Stockrose, Liebstöckel, Wilde Möhre, Labkraut, Blutsknöpfle, Blutströofle, Wegwarte.

 

Am Dienstag den 15.8. um 10 Uhr findet die Segnung in der Neutharder Kirche statt.

 

Am 20.08. laden wir zum Fasselstallfest ein. Neben einem kleinen Basar werden heimische Produkte wie z.B. Kartoffeln und Zwiebeln sowie Speisen angeboten. Das Fest findet ab der Mittagszeit statt.

 

Am 13.10. um 19 Uhr veranstalten wir "eine Zeitreise ins alte Neuthard". Wahre und unterhaltsame Geschichten aus der Feder einer Pfarrers-Haushälterin und der damaligen Presse werden umrahmt von zeitgenössischen Liedern. Fast vergessene Gebäude und deren Geschichten werden vorgestellt. Eintrittskarten à 5.-€ können beim Fasselstallfest erworben werden. Eine kleine Pausenstärkung ist inklusive. Da der Platz in der Zigarrenfabrik begrenzt ist, heißt es schnell zugreifen!

 

 

 

Am 20.08.2017 findet wieder unser Fasselstallfest statt. Beim ehemaligen Fasselstall in der Kirchstraße 53 bieten wir selbstgemachte Dampfnudeln und andere Speisen an. Landwirtschaftliche Geräte stehen bereit um das Arbeiten rund um die Viehzucht und Ackerbau zeigen zu können.

 

 

 

 

 

 

Spendenübergabe an Vereine bei SWING IN STUTENSEE am 2. Juli 2017

Bei der Veranstaltung SWING IN STUTENSEE erfolgte die Spendenübergabe der Volksbank Stutensee-Weingarten eG an die zahlreichen Vertreter von 150 Vereinen aus der Region. Auch wir erhielten eine finanzielle Unterstützung für unsere Vereinsarbeit und bedanken uns herzlich bei der Volksbank Stutensee-Weingarten eG.

 

 

 

 

 

Brasilienbesuch im Neutharder Heimatmuseum

Zwar galt das offizielle Besuchsprogramm von Frau Rosemari Glatz, Professorin Me an der Universität Unifebe in Brusque/Brasilien, der Klimapartnerschaft mit dem Landkreis Bruchsal. Daneben interessierte sie sich ganz besonders auch für die damaligen Auswanderer unserer Gegend. Begleitet von ihrem Mann Carlos Roberto Meyer und den Vorstands-Mitgliedern der Badisch-Brasilianischen Gesellschaft Lothar Hildebrand, Ursula Ebert und Alois Riffel ließ sie sich deshalb im Neutharder Heimatmuseum ausführlich über die Lebensumstände der Emigranten informieren. Hier gaben neben der speziellen Auswanderer-Ausstellung auch die Themen „Berufe“, „ kirchliche und weltliche Feste“ auf drei Stockwerken interessantes Anschauungsmaterial , ergänzt durch die Führung von Kurt und Edith Dres von der Heimatforschung Neuthard. Als „I-Tüpfelchen“ begeisterte die Gäste die Sonderausstellung über Handarbeiten.

 Die vielen Informationen zu Leben und Arbeit der früheren Generationen und eine reichliche Fotoausbeute werden sicher später im fernen Brasilien Anlass für Gesprächsstoff und Erinnerung an eine interessante Reise bieten.  

Foto:

Mitte: Ehepaar Glatz-Meyer, außen: BSG-Mitglieder (auf dem Bild fehlt Alois Riffel)

 

 

 

 

 

Evangelische Frauengruppe im Neutharder Museum

Zwar gibt es im Neutharder Museum keine offiziellen Öffnungszeiten, Gruppenführungen sind dort aber nach Absprache jederzeit möglich.

In diesen Tagen erhielt die Sonderausstellung „Handarbeiten“ nun Besuch von der Neutharder evangelischen Frauengruppe, die sich von Edda Baumgärtner gern die besonderen Schätze erklären ließ. Zurückversetzt in die eigene Kindheit fand man die verschiedenen Handarbeitstechniken wieder, die man mitunter selbst im Schulunterricht erlernt hatte. Man war erstaunt, mit welcher Sorgfalt und Engelsgeduld all die kleinen und großen filigranen Kostbarkeiten gefertigt waren.

Auch wenn mancher heute keinen Bezug mehr zu solchen Fleißarbeiten hat und sie evtl. als „verstaubt“ abtut, sind sie doch ein Stück wertvolles Zeitzeugnis. Stolz waren früher die Mädchen über selbstgenähte und bestickte Aussteuer. Die Hände der Mütter und Großmütter ruhten weder nach Arbeit im Haushalt, noch auf dem Feld, sondern schufen an Abenden, Sonn- und Feiertagen für ihre Familienangehörigen nicht nur Kleidungsstücke, sondern auch liebevolle Geschenke für die Kleinen. Ausdrucksstarke Kuscheltiere und reizende Puppenkleidchen zeugen davon. Ein großes Lob der Besucherinnen war diesen Handarbeitskünstler/Innen gewiss.

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Ostermontag konnten wir unsere Ausstellung "Aus Omas Schatzkiste", die sich rund ums Handarbeiten drehte, präsentieren. Trotz Regen, Kälte und Baustelle kamen ca. 100 Besucher, die sich von der Herkunft der Wolle, deren Verarbeitung am Spinnrad sowie über "fertige" Produkte informieren lassen konnten. Aufwärmen war wichtig an diesem nasskalten Ostermontag, so dass man das bei Kaffee und Kuchen gern machte. Die Kuchenspenderinnen hatten sich diesmal besonders ins Zeug gelegt und hatten kleine Kunstwerke abgeliefert.

Eine Bereicherung waren sicherlich auch die zwei "Spinnerinnen", die mit Anschauungsmaterial und Spinnräder die Verarbeitung zeigten und deshalb extra aus der Pfalz den Weg zu uns gefunden hatten.

Familie Siebler aus Neuthard zeigte, dass Schafe nicht nur Rasenmäher sind, sondern dass es noch viel mehr Wissenswertes rund um die Wolllieferanten gibt.

Herzlichen Dank an alle Mitwirkend


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Ostermontag, den 17.04.17 öffnet die Heimatforschung nachmittags von 13 bis 17 Uhr ihr Museum und zeigt die Sonderausstellung "Aus Omas Schatzkiste". In der früheren Nähschule lernten Mädchen, wie man Haushaltsgegenstände verschönert und Kleidung kostensparend aber doch kunstvoll herstellen oder umarbeiten konnte. Viele Exponate stammen noch aus dieser Zeit, als es noch keine Wand-Tattoos sondern handbestickte Wandbehänge die eigenen vier Wände verschönerten. Anstatt gekaufter Lampenschirme eines schwedischen Möbelhauses wurden filigrane Laubsägearbeiten zu individuellen Licht-Quellen. Hergestellte Spitze mittels der Occhi- (italienisch ‚Augen') oder Klöppel-Technik verschönerten Tischdecken und Kleidung.

Die vielen Ausstellungsstücke können bei Kaffee und Kuchen aus Porzellangeschirr der 50er und 60er Jahre an Tischen mit Spitzendeckchen betrachtet werden.

Vom Tier zum Pullover: wo kommt die Wolle her und welche Verarbeitungsschritte werden benötigt? Lebende Rohstofflieferanten - nämlich Schafe werden uns von Heiko Siedler zur Verfügung gestellt.

Und wie Wolle aus dem Schafsfell entsteht wird am Spinnrad und der Handspindel gezeigt.

Die Zigarrenfabrik ist trotz Baustelle in der Friedhofstraße erreichbar!

 

Neuzugang Heimatmuseum

 

 

Historische Zeitreise in der Bibliothek am Mühlenplatz

 

Gemeinsame Veranstaltung der Bürgerstiftung Karlsdorf-Neuthard, Heimatverein Karlsdorf und der Heimatforschung Neuthard.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jahresausstellung Ostermontag 17.04.2017

 

 

Am Ostermontag öffnet die Heimatforschung ihr Museum und die Sonderausstellung "Aus Omas Schatzkiste".

Aus dieser Schatzkiste zaubern wir alte Handarbeiten. In der heutigen Zeit sind selbstgestrickte, genähte oder gehäkelte Jacken, Pullover und Accessoires wieder hoch aktuell. Was heute als Hobby und Ausdruck der eigenen Individualität gilt war früher eine Notwendigkeit. Von der Autotoilettenpapierrollenverschönerung bis zur Zipfelmütze wurde alles selber hergestellt. Alte, kaputte oder nicht mehr passende Kleidung wurde umgearbeitet. So wurde aus einem Kleid eine Schürze, aus einem Erwachsenen-Mantel eine Kinderjacke oder aus einem Pullover eine Mütze. Und das teilweise ohne Näh- oder Strickmaschine. Was heute Zeitvertreib ist war früher selbstverständlich. Upcycling (Wiederverwertung von bereits vorhandenen Material) wurde also schon immer praktiziert, auch wenn es dieses Wort noch gar nicht gab und was heute als nachhaltig gilt war früher eine Selbstverständlichkeit.


Mit viel Liebe zum Detail entsteht zur Zeit diese Sonderausstellung, die bei den Besuchern bestimmt Erinnerungen an kratzige und wollende Kinderstrumpfhosen oder dem imposanten Paradekissen weckt.


Überzeugen Sie sich selber am Ostermontag, den 17.04.2017.
 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir bedanken uns bei allen Besuchern, dass sie so zahlreich am 17.12.2016 anlässlich unserem Beitrags des Ökumenischen lebendigen Adventskalenders erschienen sind.

Nach dem Schattenspiel, das die Geschichte von Marias
und Josefs Reise nach Bethlehem wiedergab und perfekt von Anni Storcks Zitherspiel begleitet wurde, blieben noch viele Besucher bei uns um sich am Lagerfeuer oder an den warmen Getränken zu wärmen und zu unterhalten.

Herzlichen Dank auch an die vielen Helfer, die diesen sehr schönen Abend mitgestaltet haben und natürlich den Initiatoren des Lebendigen Adventskalender. Ohne sie hätte Karldorf-Neuthard nicht diese schöne Form der Begegnungsstätten in der Vorweihnachtszeit.

Allen Freunden der Heimatforschung Neuthard und dem tollen HFN-Team wünscht der Vorstand schöne Feiertage und einen guten Start in das neue Jahr.

 

 

 

Am Samstag, den 17.12. um 18 Uhr 30 öffnet die Heimatforschung Neuthard wieder ihr "Törchen" im Fasselstall in der Kirchstraße 53, um beim ökumenischen lebendigen Adventskalender mitzumachen. Auch dieses Mal haben wir uns einen Beitrag ausgedacht, der für kleine und große Besucher gedacht ist.

 

Gefreut haben wir uns dieses Jahr über das Sponsoring der Volksbank Stutensee Weingarten.

Die Heimatforschung e.V. bedankt sich recht herzlich bei der Volksbank Stutensee Weingarten, welche uns dieses Jahr mit einer Spende unterstützt hat.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gesucht wird der Name der Person auf dem Foto, das uns aus Amerika zur Verfügung gestellt wurden.

Das Bild zeigt eine Nichte vom Nordamerikaauswanderer Franz Josef Radel, Allerdings weiß man nicht, ob die Nichte in Deutschland oder Amerika lebte..

Es könnte sich nach unseren Recherchen um Magdalena Heneka handeln, die Schwester von Franz Josef Heneka, der 1885 nach Nordamerika zu seinem Onkel Franz Josef Radel ausgewandert ist und Luise Maria Heneka die in Neuthard mit Adam Schäfer verheiratet war.

Vielleicht kennt jemand das Bild und meldet sich bei Gabi Gieser,

 

 

 

 

 

 

 

Wir benötigen Unterstützung bei der Namenssuche dieses Paares.

Die junge Frau ist Luise Maria Heneka verheiratet mit Adam Schäfer und Mutter des Auswanderers Heinrich Schäfer.

Bei dem Ehepaar könnte es sich um Klara Radel und Ehemann Thomas Bohn handeln. Vielleicht erkennt jemand das Paar.

Außerdem suchen wir noch Bilder der Geschwister von Luise Maria Heneka verh. Schäfer

Franz Josef 1865 – 1931 ausgewandert nach Nordamerika, Rudolf Heneka 1863 - 1947 und Magdalena Heneka 1870-1956.

Wer dazu Informationen hat, kann sich bei Gabi Gieser melden:

 

 

 

Brasilienbesuch

Die Brasilianer Helio Habitzreuter und seine Frau Marcina sind in Karlsdorf längst keine Unbekannten mehr, waren sie doch schon viele Male in der Heimat ihrer väterlichen Vorfahren. Da seine Mutter - eine geborene Schäfer - aus Neuthard stammt, wollte er diesmal auch deren Ursprünge erfahren. So bot die Auswanderer-Abteilung im Museum der Neutharder Zigarrenfabrik viel Anschauungsmaterial und Gesprächsstoff auch über diesen Familienzweig. Die „ frühere Zeit“ in Neuthard und in Brusque/Guabiruba wurde beim Besichtigen des Museums und des Fasselstalls ausgiebig diskutiert.

Natürlich durfte auch ein Besuch im Gasthaus "Engel"  nicht fehlen, das sein Vorfahr Michael Schäfer vor dessen Emigration gepachtet hatte. Viele Fragen über Tradition und Geschichte mussten noch beim Rundgang zur Kirche und zum Friedhof beantwortet werden, bevor man sich noch im privaten Kreis zusammenfand.

 

 

 

Foto: Das "Wohnzimmer" unseres Heimatmuseums bot eine kleine Ruhepause im Besichtigungsprogramm für die Brasilianer Helio und Marcina Habitzreuther (Mitte)

 

 

 

 

 

 

 

Wenn früher der Pfarrer zu einem Sterbenden ging, um ihm die letzte Ölung zu spenden, trug ein Meßdiener diese Lampe.

Der helle Ton des Glöckchen wurde weithin gehört, so gingen die Leute aus ihrem Haus vor das Tor, knieten nieder und der Pfarrer gab ihnen dann den Segen.

Dieser Brauch dürfte sich bis in die 50er Jahre erhalten haben.

Die abgebildete Lampe wurde uns für unser Museum übergeben und wird dort passend zu weiteren Kirchengeräten aufgestellt.

 

Das Bild stammt vom Maler Hans Bachmann (1852 -1917).

 

 

 

 

Rückblick Fasselstallfest

 

 

 

 

Auch wenn das Wetter wie die letzten 2 Jahre eher moderat war, herrschte ein großer Andrang und es waren fast immer alle Tische besetzt. Das freut uns sehr da auch wir, wie viele Ortsvereine, unsere Vereinskasse bei sinkender Mitgliederzahl etwas füllen können. Unser Essensangebot sowie selbstgebrautes Kasi-Bier, Most und Secco von der Kelterei Roth wurden sehr gut von den Gästen angenommen. Wir danken auch den Basar-Ausstellern, die unser Fest mit ihren angebotenen Waren ergänzten. Viele helfende Hände und Kuchenspender machten diese Veranstaltung erst möglich. Neben den kulinarischen Angeboten gab es auch viele landwirtschaftliche Geräte zum an schauen aber auch zum mit machen. Ob der Wiegevorgang vor oder nach dem Essen stattfand entzieht sich leider unserer Kenntnis - Spaß hat es der Jugend auf jeden Fall bereitet. Wir hoffen, auch nächstes Jahr wieder ein Fasselstallfest durchführen zu können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Werzwischbinden

 

 

 

 

 

 

Rückblick Werzwischbinden.

Am Samstag den 13.08. fand das traditionelle Werzwischbinden in der Heimatforschung in der Zigarrenfabrik statt. An die 80 Sträuße wurden gebunden und der größte Teil am Montag zu Mariä Himmelfahrt geweiht und von den Kirchenbesuchern mitgenommen

 

 

 

 

 

 

 

 

Wer will fleißige Waschfrauen sehn?

 

 

Schon die kleinen Mädchen wurden früher in die Hausarbeit mit einbezogen. Auch am Waschtag hatten sie ihre angemessenen Pflichten, wie Anni Storck mit den kleinen Gästen vom „Ferienspaß“ anschaulich vorführte. Ganz schön anstrengend war das Wäschestampfen und beim Auswringen des großen Lakens mussten sie alle Kraft aufwenden. Was die Frauen in früherer Zeit an harter Arbeit im Haushalt, bei Garten- und Feldbewirtschaftung und in der Zigarrenfabrik leisteten, wurde ihnen hier bewusst. 

Obwohl manche der kleinen Gäste schon mal unser Museum besucht hatten, gab es wieder allerhand Neues zu entdecken, beispielsweise dass man zur Herstellung von Bett- und Unterwäsche früher Flachs benötigte, der auch darüber hinaus Öl lieferte und als Viehfutter restlos verwertet wurde. Ein besonderer Anziehungspunkt ist immer auch unser alter Krämerladen, von denen es um 1950 noch neun in Neuthard gab, bei einer viel geringeren Einwohnerzahl (etwa 2000). Umweltfreundlich war man schon damals: Man brachte beispielsweise Flaschen zum Nachfüllen von Essig, Öl und Senf mit, so dass ein Recyceln entfiel.


Dass Lernen auch in den Ferien Spaß macht, wenn man selbst etwas erkunden kann, zeigten uns die Kinder durch ihre Aufmerksamkeit und ihre interessierten Fragen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Werzwischbinden

Am Samstag den 13.08. findet ab 17 Uhr wieder das traditionelle Werzwischbinden in der Heimatforschung in der Zigarrenfabrik statt. Blumen und Kräuter können vorher dort abgelegt oder direkt mitgebracht werden.

Die Segnung der Sträuße erfolgt an Mariä Himmelfahrt, am Montag, den 15.08. in der Neutharder Kirche um 10 Uhr statt. Auch dort können noch Sträuße gegen einen kleinen Spendenbetrag mitgenommen werden.

 

 

 

 

Fasselstallfest der Heimatforschung Neuthard am 21.08.2016

 

Zum 3. Mal richtet die Heimatforschung Neuthard das Fasselstallfest in der Kirchstraße 53 in Neuthard aus. Gezeigt und erklärt werden Werkzeuge und Geräte aus der früheren Landwirtschaftsarbeit. Angeboten werden im Basar handwerkliche und kulinarische Waren sowie aus der Küche der Heimatforschung Speisen wie z.B. Dampfnudeln, Schnitzel und andere Gerichte, die typisch für die Landbevölkerung Mitte des 20. Jahrhunderts waren. Auch selbstgebrautes Bier, Apfelsecco und Most aus Neuthard werden angeboten. Festbeginn ist ab 11 Uhr.

Der Name des Gebäudes „Fasselstall“ oder „Faselstall“, in anderen Orten auch Farrenstall genannt, kam dadurch zustande, dass bis Ende der 1960er Jahre die hier sesshaften Landwirte Kühe und andere Nutztiere hielten, die zur Erhaltung ihrer Rasse zum Vatertier geführt wurden (Farren genannt). Gemeindebedienstete waren für den Betrieb des Fasselstalls zuständig.

Mit der Zeit ging die Großviehhaltung zurück und im Februar 1968 wurde die Einführung der künstlichen Besamung der Rindviehbestände in der Gemeinde Neuthard befürwortet.

Bereits 1967 waren es nur noch 121 Tierbesitzer in Neuthard mit einem Viehbestand von 299 Tieren. Nach fast 70 jähriger Farrenhaltung (Rinder, Schweine, Ziegen) wurde der Fasselstall im Juli 1968 geschlossen. Danach wurde das Gebäude durch den Bauhof der Gemeinde und seit 2013 durch die Heimatforschung Neuthard genutzt.

 

 

 

 

 

USA-Besucher im Neutharder Museum

 

Schon einmal hatte sich der Enkel des USA-Auswanderers Peter Baumgärtner auf die Suche nach seinen Neutharder Verwandten gemacht. Nach sieben Jahren nun wollte Paul Baumgärtner auch seinen Kindern zeigen, wo ihre deutschen Wurzeln liegen. Dazu bot sich - neben Ausflügen mit seinen hiesigen Verwandten - auch das Neutharder Museum an. In der Abteilung Auswanderer fanden sie schließlich in Wort und Bild dokumentiert, auf welchem Weg ihr Vorfahr die Route nach Amerika eingeschlagen hatte, und auch Abbildungen von dessen Heimatbesuchen vor vielen Jahren.

 

Natürlich durfte bei den Museumsgästen auch ein Erinnerungsfoto vor der Amerikafahne nicht fehlen.

 

 

 Vor 200 Jahren - 1816 -  ein Jahr ohne Sommer

 

 

Ein paar sonnige und warme Tage und dann ein Wochenende mit Regen und Kälte: Das war das Wetter in den vergangenen Tagen.

Ganz außergewöhnlich jedoch zeigten sich die Temperaturen vor genau 200 Jahren, das als das "Jahr ohne Sommer" in die Geschichte einging. Im Herbst zuvor hatte der Ausbruch des indonesischen Vulkans Tambora dicke giftige Schwefelaschewolken in den Himmel gespuckt. Diese verbreiteten sich bis über Süd- und Westeuropa und den Nordosten Amerikas, brachten Kälte, Schnee und heftige Regenfälle, Sturm und Hagel mit sich. Dies wiederum führte zu katastrophalen Ernteausfällen. Die Kartoffeln faulten im Boden, das Getreide wurde zerschlagen. Enorme Teuerungen und Hungersnöte in großem Ausmaß waren die Folge.  Die für die Feldbearbeitung wichtigen Haustiere fanden keine Nahrung mehr, verendeten oder mussten geschlachtet werden mit verheerenden Auswirkungen für die Zukunft.  Da auch die Jahre 1823 und 1824 große Überschwemmungen verursachten, sahen viele Einwohner nur noch die Rettung in der Auswanderung, auch hier in Karlsdorf-Neuthard. Amerika war nun das Land ihrer Hoffnung.

 

 

Rückblick Ausstellung Ostern 2016

 

Auch dieses Jahr konnten wir mehr als 250 Besucher am Ostermontag zu unserer Ausstellung begrüßen.

Es ist immer ein schönes Gefühl für uns Ehrenamtliche, wenn die Resonanz groß ist und wir das Interesse an Brauchtum und Sitte wecken konnten. Erinnerungen an Gegenstände oder Gebräuche wurden unter den Besuchern ausgetauscht und oft hörten wir:" das haben wir auch noch im Speicher oder Keller".

Wir danken den vielen Kuchenspendern und natürlich Anni Storck, die mit ihrer Zither und einem Demonstrationsinstrument viele kleine und große Musikbegeisterte zum Mitmachen animieren konnte und die oberen Museumsräume mit sphärischen Klängen füllte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bilder Börse und Oster-Ausstellung „Neuthard in den Topf geguckt“

 

Am 28.03.16 - Ostermontag ab 14 Uhr öffnet die Heimatforschung Neuthard wieder das Heimat-Museum für alle interessierten Besucher. Die Ausstellung im Erdgeschoss „Neuthard in den Topf geguckt“ zeigt Küchengeräte wie z.B. Fleischwolf, Blocker, Mopp sowie Zubereitungsarten wie süß-saure Zwetschgen oder selbergemachte Karamellbonbons, die vielen Erwachsenen aus ihren Kindheitstagen bekannt sein dürften. In den zwei Obergeschossen der alten Zigarrenfabrik in der Friedhofstrasse 4 haben wir umfangreiches Material zu den Auswanderern, die im 19. Jahrhundert vorwiegend nach Amerika und Brasilien ausgereist sind sowie zu den Handwerkern und Gewerbetreibenden im Ort. Wer beim Osterspaziergang vorbeischaut, hat auch die Gelegenheit in unserem Archiv ältere Fotos von seiner Neutharder Verwandtschaft, einem ehemaligen Gebäude oder einem Ereignis wie z.B. Hochzeit oder Kommunion bei uns zu finden. Wir bieten Ihnen an, aus unserem Bild-Archiv Fotoabzüge zu bestellen.

Wir sind natürlich an „neuen“ alten Bildern von Neuthardern und Gebäuden oder Festen interessiert, um unser Archiv, Ausstellungen oder Dokumentationen weiterhin erstellen zu können. Außerdem kann jeder Besucher in unserer gut bestückten Bibliothek Ortschroniken und andere Bücher rund um unsere Region durchstöbern.

 

 

 

Ausstellung am Ostermontag

 

Am 28.03.16 - Ostermontag öffnen wir wieder das Museum für alle interessierten Besucher. Unsere letzte Ausstellung war so erfolgreich, dass wir „Neuthard in den Topf geguckt“ erweitert haben und nochmals zeigen werden. Wer beim Osterspaziergang vorbeischaut, hat auch die Gelegenheit ältere Fotos seiner Verwandtschaft, Haus oder Ereignis bei uns zu finden. Wir bieten Ihnen an, aus unserem Archiv Fotoabzüge zu bestellen.

Wir sind natürlich an „neuen“ alten Bilder von Neuthardern und Gebäuden oder Festen interessiert, um unser Archiv, Ausstellungen oder Dokumentationen weiterhin erstellen zu können. Selbstverständlich schützen wir die Daten, die sich bei uns befinden vor Fremdzugriffen. Außerdem kann jeder Besucher in unserer gut bestückten Bibliothek Ortschroniken und andere Bücher rund um unsere Region durchstöbern, Bringen Sie also etwas Zeit für Ihre Erinnerungen zu uns mit.
Bei uns gibt es, wie gewohnt, leckeren Kuchen und Kaffee.

Ein weiteres Ereignis am Ostermontag bieten auch die Eisenbahnfreunde 99 e.V., die gegenüber der Heimatforschung ihre Vereinsräume haben, an. Sie öffnen am Ostermontag von 11 Uhr bis 17 Uhr und bieten ein Mittagessen an. Wie schon 2015 kann ihre Vereinsarbeit besichtigt werden.

Unsere Termine im Überblick:

· 28.03. Osterausstellung mit Bilderbörse

· 13.08. Werzwischbinden

· 21.08. Fasselstallfest

· Teilnahme am lebendigen Adventskalender (noch kein Termin fixiert)

 

 

Am 28.03.16 - Ostermontag öffnen wir wieder das Museum für alle interessierten Besucher. Unsere letzte Ausstellung war so erfolgreich, dass wir „Neuthard in den Topf geguckt“ erweitert haben und nochmals zeigen werden. Wer beim Osterspaziergang vorbeischaut, hat auch die Gelegenheit ältere Fotos seiner Verwandtschaft, Haus oder Ereignis bei uns zu finden. Wir bieten Ihnen an, aus unserem Archiv Fotoabzüge zu bestellen. Wir sind natürlich an „neuen“ alten Bilder von Neuthardern und Gebäuden oder Festen interessiert, um unser Archiv, Ausstellungen oder Dokumentationen weiterhin erstellen zu können. Selbstverständlich schützen wir die Daten, die sich bei uns befinden vor Fremdzugriffen. Daher – bringen Sie Ihre Erinnerungen zu uns mit. Bei uns gibt es, wie gewohnt, leckeren Kuchen und Kaffee.

Ein weiteres Ereignis am Ostermontag bieten auch die Eisenbahnfreunde 99 e.V., die gegenüber der Heimatforschung ihre Vereinsräume haben, an. Sie öffnen am Ostermontag  von 11 Uhr bis 17 Uhr und bieten ein Mittagessen an. Wie schon 2015 kann ihre Vereinsarbeit besichtigt werden.

 

 

 

 2. Lebendiger Adventskalender

 

 

 

Legende vom Strohstern

Als die Hirten auf den Feldern Bethlehems von der Geburt des Kindes gehört hatten, machten sie sich gleich auf den Weg, um es zu sehen. Auf dem Heimweg überlegten sie, was sie dem Kind bei ihrem nächsten Besuch schenken wollten: frische Schafsmilch, Mehl, Fett und ein warmes Fell.
Nathaniel, der kleinste Hirtenjunge, hatte nichts zum Verschenken. Das machte ihn traurig. Als er auf seinem Strohbündel lag, konnte er lange nicht einschlafen. Immer musste er an das Kind im Stall denken. Von draußen leuchtete hell der Weihnachtsstern auf sein Lager und tauchte die einzelnen Strohhalme in sein warmes Licht. Da wusste Nathaniel plötzlich, was er dem Kind schenken konnte: einen Stern aus Stroh!
Leise, um die anderen nicht zu wecken, stand er auf. Mit einem Messer schnitt er ein paar Halme zurecht und legte sie zu einem Stern zusammen. Mit einem Wollfaden band er die Halme zusammen.
Am nächsten Tag, als die Hirten gemeinsam aufbrachen, trug Nathaniel den kleinen Stern aus Stroh vorsichtig in seinen Händen. Er wartete, bis die anderen ihre Geschenke dem Kind in die Krippe gelegt hatten. Dann trat er zu dem Kind und hielt ihm mit zitternden Händen seinen Strohstern hin.
Das Kind hielt den Stern fest und lächelte ihn an. Da wurde auch Nathaniel sehr froh.

 

 

 

 

Auch dieses Jahr beteiligt sich die Heimatforschung Neuthard am Lebendigen Adventskalender der Kirchengemeinden Karlsdorf-Neuthard. Am 19.12. um 18h30 wird im Fasselstall in der Kirchstraße 53 wieder ein "Törchen" geöffnet. Nachdem wir das letzte Jahr so regen Zuspruch erleben durften, würden wir uns freuen, wenn wir wieder zahlreiche Besucher begrüßen könnten.

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein anstrengendes aber sehr erfolgreiches Wochenende liegt hinter uns. Am Freitag wurden die mühsam gesammelten Kräuter, die auf Grund des sehr trockenen Sommers schwierig zu finden waren, zu Werzwischsträußen gebunden. Über 100 Sträuße wurden dabei zusammengestellt. Nicht nur Neutharderinnen sondern auch von auswärts kommende Besucher konnten wir zur Veranstaltung begrüßen.

 

 

Vielen Dank an die Sammler, die im Vorfeld die notwendigen Pflanzen besorgt hatten!

 

 

Am Sonntag unterstützte uns Petrus doch bei unserem 2. Fasselstallfest. Pünktlich zu Beginn hörte der Regen auf und die Mundwinkel der Helfer und Aussteller gingen wieder nach oben. Der Kaffee- und Kuchenstand wurde stark frequentiert, so dass die vielen tollen Kuchen, die dankenswerter Weise gespendet wurden, schnell weg waren. Auch das selbstgebraute Bier vom Kasi und Most und Secco von O. Roth fanden Anklang bei den Gästen. Die ausgestellten landwirtschaftlichen Werkzeuge und Geräte wurden betrachtet und "unsere Männer" wurden nicht müde, so manche Erklärung abzugeben um die damalige Nutzung verstehen zu können.

 

Wir danken allen Kuchenspendern, Helfern, Mitgliedern, Unterstützern und natürlich unseren Besuchern, dass sie unserem Verein, trotz durchwachsenem Wetter, so treu waren.

 

Werzwischbinden am 14.08.2015

 

 

 

 

Die Heimatforschung Neuthard bietet auch dieses Jahr ein Werzwischbinden an. Am 14.08. ab 18 Uhr können alle Interessierten im Hof der alten Zigarrenfabrik, Friedhofstraße 4 in Neuthard ihre Sträuße zusammenstellen.

Die Kräuterweihe ist am 15.08.2015 um 18 Uhr in der Sebastiankirche in Neuthard.

Der „Werzwisch“ - hinter diesem seltsam klingenden Wort verbirgt sich ein Kräuter- oder Würzstrauß. „Wisch“ bedeutet mundartlich Wedel – also ein Kräuterbündel aus Heilpflanzen.Die geweihten Kräuter sind zum einen ein Symbol des Dankes an die Natur für deren Gaben, zum anderen spricht man ihnen heilende Kräfte bei Krankheit und Unglück zu.

Um 750 n. Chr. wurde erst die Kräuterweihe verboten, später dann unter den Segen Marias gestellt, seitdem wird die Kräuterweihe am 15.8 Mariä Himmelfahrt gefeiert. Der Abschnitt von Mitte August bis Mitte September gilt als die wertvollste Zeit zum Sammeln der Kräuter, weil den Pflanzen in diesen Wochen angeblich eine besondere Kraft innewohnt.

In Neuthard wurde auch speziell krankem Vieh Teile der geweihten Sträuße gegeben um z.B. durch den in den Sträußen enthaltenden Wermut Magenkrankheiten zu heilen.

 

Auf eine zweite Veranstaltung möchten wir heute schon hinweisen: Am 16.08. veranstalten wir einen Tag der "Offenen Tür" im Fasselstall und stellen alte Geräte aus der Landwirtschaft und des Handwerks aus. Ein Basar mit Waren, Getränken und Speisen aus der Region wird dort ebenfalls stattfinden.

 

 

 

 

 

 

Ungarn-Delegation im Neutharder Museum

 

Im Rahmen ihres Besichtigungsprogramms stattete eine Gruppe unserer ungarischen Partnergemeinde Nyergesújfalu mit ihren hiesigen Begleitern auch dem Heimatmuseum in Neuthard einen Besuch ab.

Hier erhielten sie einen knappen Einblick über das Leben und speziell über die Arbeitswelt unserer Vorfahren. So konnten sie beispielsweise auch erfahren, dass bereits Mitte des 18. Jahrhunderts mehrere Neutharder Familien auf Einladung der Habsburgerin Maria Theresia nach Ungarn ausgewandert waren und dort - dank Privilegien und ihrer Tatkraft - beim wirtschaftlichen Aufbau mitgewirkt haben.

 

 

 

Tag der offenen Tür im Fasselstall

Am Am 16.08. ab 14 Uhr zeigen wir alte Geräte der Landwirtschaft und des Handwerks. Kinder können sich am Dreschflegel probieren und Bienen bestaunen. Neben der Ausstellung wird ein Basar mit verschiedenen regionalen Produkten von den Herstellern, die aus Neuthard sind oder dort mittlerweile ihren Lebensmittelpunkt haben, aufgebaut sein. Raditeller, heiße Wurst, Vesperteller sowie Waffeln und Kuchen sollen den Besuch im Fasselstall in der Kirchstraße 53 kulinarisch bereichern.

 

 

Nachdem wir im letzten Jahr ein schönes "Fasselstall" ausrichten konnten, möchten wir dies wieder im August anbieten. Am Sonntag, den 16.08.2015 findet wieder ein Tag der offenen Tür inklusive einem Basar mit regionalen Waren statt. Typische landwirtschaftliche Geräte aus früheren Zeiten sind zu betrachten und werden erklärt. Speisen und Getränke, die damals vor Fast Food und alkoholischen Mixgetränken die Bauern und deren Familien gestärkt haben, werden ebenfalls angeboten.

 

 

 

Spöcker Kronen-Kindergarten zu Gast im Heimatmuseum

 

 

In Vorbereitung auf den am 12. Juli in Spöck stattfindenden Festumzug zum 1150jährigen Jubiläum 

wollten sich die Kleinen mit ihren Betreuern schon einmal ein Bild machen, wie die Vorfahren früher gelebt, gearbeitet und gefeiert haben. Interessant fanden die Kinder u. a. den Einblick in das Friseurhandwerk, die Herstellung von Zigarren und die Einrichtung des "Tante-Emma-Ladens." Besonders beeindruckt waren sie, mit wieviel Phantasie ihre damaligen Altersgenossen ihr Spielzeug selbst bastelten.

 

 

 

 

Kindergartengruppe zu Besuch im Heimatmuseum

 

 

Zwar ist unser Museum nur einmal im Jahr für das breite Publikum geöffnet, doch bieten wir gern jederzeit für Gruppen Führungen an.

So wollten dieser Tage die Kinder vom Theresienkindergarten in Neuthard gemäß unserem Ausstellungsmotto „den Neuthardern in den Topf gucken“. Edda Baumgärtner zeigte den Kleinen z. B. , wie früher das Sauerkraut selbst hergestellt wurde, wie man Wurst haltbar machte und vieles mehr. Heilkäuter sammeln, Nudeln machen, Eier färben gehörten ebenfalls zu den Hausfrauen-Aufgaben. Besonders beeindruckten die selbst gemachten Sahnebonbons, durfte man sie doch probieren. Selbst die Kleinen merkten dank dieser Ausstellung, wie viel aufwändiger doch früher der Haushalt zu bewältigen war.

 

31.05.2015   Besuch beim Heimatverein Karlsdorf

 

 

Am 31.05. waren 15 Vertreter der Heimatforschung Neuthard zu Besuch beim Heimatverein Karlsdorf. Der 1. Vorstand Herr Bertram Fuchs erläuterte uns eindrucksvoll die Geschichte Karlsdorfs. Wir erfuhren viel über die Logistik, die Menschen und die Gründe des Umzugs von Dettenheim in das neue Dorf. Sehr interessant war es auch zu erfahren, wie die barocke Schlossanlage zwischen 1719 und 1823 von Altenbürg aussah.

Bei der Betrachtung der Sonderausstellung über den 1. Weltkrieg wurde uns schnell klar, dass auch in Karlsdorf viele Familien ihre Angehörige verloren hatten. Aber auch der Geist des Enthusiasmus für den 1. Weltkrieg war noch deutlich zu spüren. Viele Ausstellungsstücke wie Ehrungen in Form von Urkunden, Kriegsabzeichen etc. waren neben den Fotos der Gefallenen zu sehen. Eine tolle Ausstellung, die man nur empfehlen kann. Mehr Informationen erhält man auf der Homepage des Heimatvereins:http://www.heimatverein-karlsdorf.de

 

 

 

 

Am 08.05. besuchten uns Gäste aus Blumenau in Brasilien.

 

 

 

 Eine Führung mit Edith Dres durch unser Museum war für sie sehr beeindruckend. So konnten sie doch einiges über die Auswanderer, die nach Brasilien ausgewandert waren und ihre Wurzeln in Neuthard hatten, erfahren.

 

Folgende Termine haben wir für dieses Jahr, nachdem unsere Aktivitäten letztes Jahr so gut bei den Besuchern angekommen sind, vorgesehen:

 

14.08. Werzwischbinden

16.08. Fasselstallfest mit Wohltätigkeitsbasar 

Näheres dazu in einigen Wochen.

 

Nachlese: Ausstellung am Ostermontag in der Heimatforschung

Über 200 Besucher kamen zur Osterausstellung der Heimatforschung Neuthard zu dem Thema: "Neuthard in den Topf geguckt". Mit viel Liebe zum Detail wurden die Thementische zu den "besonderen Mahlzeiten", wie z.B. Hochzeit oder Kommunion gestaltet. Auch nachgekochte und zubereitete typische Speisen wie Weihnachtsgebäck, Schmalzbrot, Karamellbonbons, Dampfnudeln oder Marksklößchen wurden dargeboten. Aber auch Dekoration wie Ostereier, die mit natürlichen Färbemittel wie der Schale der Roten Beete oder der Zwiebel gefärbt wurden, zeigten die Möglichkeiten auf, die man noch vor 50 Jahren nutzte. Unsere "Werkstattmänner" wurden zahlreich kontaktiert und konnten ihre alten Schätze aus dem Handwerk präsentieren. In den zwei oberen Stockwerken konnten Kinder nicht nur dem Zitherspiel lauschen sondern auch selber mal dieses Instrument testen. Auch in diesen Räumen war das Interesse groß, was wir zu den Themen Auswanderung, den Sitten und Gebräuchen und Vielem mehr aus Neuthard berichten und ausstellen können.

Allen Kuchenspendern, Ausstellungsgestaltern, Unterstützern und vor allem unseren Besuchern ein herzliches Dankeschön. Denn durch Sie/Euch macht uns wenigen aktiven Mitgliedern die Arbeit noch mehr Spaß.

 

 

 

 

 

 

 

Ausstellung Ostermontag

 

Bald ist die Fastenzeit zu Ende und wer kann sich nicht noch an die Zeiten erinnern, als alle Speisen, die man für einen Feiertag selbst zubereitete. Jeder freie Platz in der Küche, im Keller und in der Speisekammer wurde für Kuchen, Eingemachtes und Vorgekochtes ausgefüllt. Daneben nähte die Hausfrau noch neue Kleider für die Kinder oder änderte Kleidung von den Geschwistern und besorgte neue Lackschuhe für die Mädchen und Schnürschuhe für die Jungs, in der Hoffnung, dass die Schuhe auch noch das nächste Jahr passen. Bei den Kuchen durfte natürlich eine Buttercremetorte nicht fehlen, die wahlweise mit Schokoladen-, Mocca- oder heller Buttercreme gefüllt war. Auch die gebackene Osterlämmer aus Biskuit- oder Rührteig mussten angefertigt werden. Wer eine Hasenform hatte stellte auch noch im aufwendigen Verfahren rote Zuckerhasen her. Diese und noch viel mehr Rezepte und die dazu benötigten Haushaltsgeräte zeigen wir in unserer Ausstellung am Ostermontag. Und vielleicht versuchen Sie auch eine Kostprobe der "alten" Rezepte,

 

 

 

 

Ausstellung 2015 Ostermontag "Neuthard in den Topf geguckt"

 

Bald ist Ostern und somit befinden wir uns erst einmal bis zum 5.4. in der Fastenzeit, die es auch in Neuthard essenstechnisch zu versorgen galt. So kam oft das auf den Essenstisch, was auch teilweise zur Krankenkost zubereitet wurde:

 · Kartoffelsuppe mit Dampfnudel, Zwiebelkuchen oder Zwetschgenkuchen

· Fisch mit Kartoffelsalat

· Pellkartoffel mit weißer Käs (= Quark)

· Hering mit Pellkartoffel

· Pfannkuchen mit Marmelade

 Aber auch die Einlaufsuppe fehlte selten als Gericht in einem Haushalt. Heutzutage verbinden wir vielleicht etwas anderes mit Einlauf. Bei dem Gericht kam es aber darauf an, das die Suppeneinlage in die Brühe "einlief".

Selbstverständlich wurde zur Fastenzeit anders als bei der Zubereitung für Kranke Gemüsebrühe anstatt Fleischbrühe verwendet.

 Einlaufsuppe

½-¾ L Knochen- Fleisch oder - Gemüsebrühe, 35g = 3 gestr. EL Mehl oder Grieß – 1 Ei – 1 Prise Salz – 4 EL Wasser (Für 2 Personen)

 Zubereitung:

Von Mehl oder Grieß, Salz, Wasser und Ei bereitet man ein glattes, dünnes Teiglein, welches man in die durchgeseihte, kochende Brühe einlaufen und einmal aufkochen lässt. Für fünf Personen nimmt man 8 EL Mehl oder Grieß, aber auch nur 1 Ei.

 Einige Rezepte, Speisen Sitten, Fotos, Gegenstände zu bestimmten Anlässen zeigen wir Ihnen am Ostermontag gerne im Museum der Heimatforschung Neuthard.

 

 

Jahresausstellung Ostermontag

 

 

 

Unsere Ausstellung am Ostermontag beschäftigt sich mit der Frage, was hat man früher gekocht? Woher kamen die Produkte und wie konnte man sie haltbar machen. Auf viele Rezepte, die teilweise noch in Sütterlin handschriftlich aufgezeichnet sind, sowie alte Kochbücher können wir zurückgreifen und nachlesen, was werktags auf dem Küchenplan stand und was man zu Hochzeiten und anderen Festen auf die Tafel zauberte. Dies alles natürlich nur mit den damals zur Verfügung stehenden Geräten - ohne Gefriertruhe, Kühlschrank, Mikrowelle und programmierbaren Backofen. Tiere, wie z. B. die Ziegen auf dem Foto, Schweine, Kühe und Geflügel wurden im Hof gehalten und landeten schließlich im Kochtopf. Diese Versorgungskette zeigen wir Ihnen gerne in unserem Museum am 06.04. ab 14 Uhr. Sollten Sie noch Fotos haben, die sich mit diesem Thema beschäftigen, freuen wir uns darüber sehr.

 

 

 

 

Lebendiger Adventskalender

Die Heimatforschung macht beim 1. Karlsdorf-Neutharder lebendigen Adventskalender, der durch die Ev. Kirchengemeinde Karlsdorf-Neuthard-Forst initiiert wurde, mit.

Jeden Abend öffnet sich in unserer Gemeinde ein anderes Fenster und der jeweilige Bewohner bzw. Verein gestaltet etwa 20 adventliche Minuten. Unser Termin ist der 15.12. und wir werden im Fasselstall (Kirchstraße 53 in Neuthard) unser "Fenster" öffnen. Lassen Sie sich überraschen!

 

 

Josè Germano Schaefer gestorben

Noch bei den Jubiläumsfeierlichkeiten in Brusque und Guabiruba nahm er aktiv teil und marschierte bei der „Schaefer“-Gruppe mit. Der liebevoll „Pilolo“ genannte und allseits geschätzte José Germano Schaefer starb nun am 21. November im Alter von 89 Jahren. Wie sein Vater und sein aus Neuthard eingewanderter Großvater Adriano war er u. a. Bürgermeister von Brusque gewesen und hatte diese Stadt maßgebend mitgeprägt. Neben der Politik galt seine Leidenschaft dem Fußball. 1950 und 1953 war er mit seinem Verein Sieger im Staate Santa Catarina gewesen.

Die Heimatforschung Neuthard verdankt seiner Familie viele der Informationen über sie und ihre neue Heimat und wird den Verstorbenen als Nachkomme Neutharder Auswanderer in unserem Heimatmuseum und dokumentarisch in verehrter Erinnerung behalten. 

 

 

 

Thema der nächsten Ausstellung:

 

 

I
m nächsten Jahr möchten wir rund um das Thema Kochen, Backen und Haushaltsführung in Neuthard der Jahre 1950 bis 1970 eine Ausstellung präsentieren. Dazu sammeln wir Rezepte und Informationen über Neutharder Gebräuche bei der Speisenzusammenstellung an Feiertagen. Wenn Sie uns dazu etwas erzählen können, sind Sie herzlich am 20.11. im Café der Begegnung ab 14.30 Uhr eingeladen.

 

Zeitzeugen berichten: Kunibert Weinmann

 

 

"In Neuthard haben die Hausfrauen früher das Brot in Form von großen runden Laiben selbst gebacken. In den Dorfbäckereien wurden hauptsächlich das Bäckerbrot, der "Stollen" und das Milchbrötchen, der Weck angeboten. Die Hauptversorgung war aber der selbstgebackene Laib Brot. Viele Hausfrauen hatten ihre eigenen Ideen, wie sie ihrem Brot ihre eigene persönliche Note geben konnten. Meine Schwiegermutter z.B. setzte ihrem Brotteig eine kräftige Prise Kümmel zu. Außerdem verwendete sie nie einen Sauerteig, wie es sonst in Neuthard üblich war. Die einzelnen Laibe wurden in die sogenannten Backkörbe gegeben. Die mit Mehl bestäubten Backkörbe waren aus Maisstroh geflochten. Sobald ich schreiben konnte, durfte ich für jeden Laib einen Namensaufkleber schreiben. Hierzu verwendeten wir den unteren freien Rand der Tageszeitung. Wir hatten meistens 4 Laibe welche in einem kleinen Ziehwagen zum Bäcker transportiert wurden. Ältere Leute kamen auch mit der Schubkarre an. In der Backstube wurden die Backkörbe auf einer Ablage abgestellt. Die Backöfen bei den Bäckern waren fest eingemauert. Die Feueröffnung, das Ofentor und die Einschussöffnung waren aus schwerem, schwarzem Gusseisen. Beheizt wurde früher mit Holz, Kohlen und Briketts, später mit Heizöl.

Der Bäcker ritzte mit einem Messer die Oberfläche des Laibes ein. Mit einer großen Bürste wurde die Oberfläche mit Wasser abgestrichen. Mit gekonnten Schwung schleuderte der Bäcker den Laib aus dem Backkorb direkt auf einen Holzschieber mit langem Stiel. Dieser Schieber ähnelte einem kräftigen Paddel. Laib für Laib wurde nun so in den vorgeheizten Backofen geschoben. Dieser Vorgang wurde "einschießen" genannt. Der Backofen fasste 17-20 Laibe. Die Backzeit dauerte in der Regel 1,5 Stunden."

Wenn auch Sie uns etwas über Neutharder Gebräuche bei der Speisenzusammenstellung an Feiertagen o.ä. erzählen können, sind Sie herzlich dazu am 20.11. im Café der Begegnung ab 14 Uhr eingeladen.

 

 

Auch wenn der Küchenspruch nicht mehr zeitgemäß ist, wird sich unsere nächste Ausstellung mit dem Haupt-Arbeitsplatz der Frauen bis 1960, nämlich die Küche, auseinandersetzen.

Hierzu laufen schon die Vorbereitungen. Um das Bild zu vervollständigen suchen wir noch Back- und Kochrezepte, Anleitungen zur Vorratshaltung sowie Küchengeräte. An zwei Donnerstagen möchten wir dazu im Café der Begegnung älteren Mitbürgern die Gelegenheit geben, uns ihre persönlichen Lieblingsrezepte in Form von handgeschriebenen Rezepten oder Kopien aus alten Zeiten, zu geben. Die zwei Termine sind am 30.10. und 20.11. jeweils 14h30 bis 17 Uhr.

Wer seine Ernährung wie vor 100 Jahren praktiziert - umstellen möchte: Paula Horn hat schon 1925 ein Buch geschrieben, dass pro Jahreszeit einen festen Wochenplan vorschlägt und Grundsätzliches so festschreibt:.

Für je eine Woche für die verschiedenen Jahreszeiten!

- Frühstück (10 Uhr) und Vesper sollen möglichst aus Schwarzbrot und Milch (süß oder sauer) oder aus Butterbrot oder trockenem Brot und Obst bestehen.

- Bei der Zusammenstellung von Küchenzetteln ist zu beachten,

dass man als Zuspeise zu Fleisch-, Fisch- oder Hülsenfruchtspeisen außer Gemüse und Salat Kartoffeln, und nicht, wie es häufig geschieht, Mehlspeisen gibt.

- Die Mehlspeisen sind genauso wie Fleisch, Fisch und Hülsenfrüchte eiweißreich, es entsteht Eiweißüberschuß im Körper und dadurch giftige Säuren, die die Gesundheit schädigen.

 

 Spendenübergabe

 

Letzten Mittwoch war es wieder so weit. Gabi Gieser und viele der Helfer vom Fasselstallfest konnten "Ihren" Beitrag zu Gunsten der Aktion Mensch an Herrn Weigt übergeben. Auch wenn 300 € im Vergleich zu Erlösen von anderen Aktionen bzw. Vereinen klein scheinen mag, sind wir stolz auf unseren Beitrag und haben ihn letztendlich unseren Festbesuchern und Spendenbeiträgen der mitwirkenden Aussteller zu verdanken. Wie sagte unser Bundespräsident am 7. Oktober anlässlich der Jubiläumsfeier der Aktion Mensch treffend. "Ohne all die haupt- und ehrenamtlich Engagierten hätte die Aktion Mensch nicht werden können, was sie heute ist."

Auch für das nächste Jahr planen wir wieder ein Fasselstallfest mit interessierten Ausstellern aus Karlsdorf-Neuthard.

 

 

 

 

Rückblick Fasselstallfest und Festival der guten Taten

 

Am Sonntagmorgen waren die Gesichter der HFN-Mitglieder, die das Fasselstallfest vorbereitet hatten, lang, als sie gen Himmel schauten. Die Vorfreude auf "ihr erstes Fasselstallfest" war groß und natürlich mit viel Arbeit verbunden. Aber rechtzeitig zum Fassanstich des Damian-Biers hörte der Regen auf und hielt sich bis auf ein paar Tropfen auch fern von Neuthard.

Es kamen viele Besucher und in der Küche und am Getränkeausschank hatten wir immer etwas zu tun. Das Interesse an unseren landwirtschaftlichen und handwerklichen Geräten und Werkzeugen war sehr groß so dass "unsere" Männer: Helmut Storck und sein Handwerkerteam viel zu erzählen hatten und auch das ein oder andere Gerät in Aktion zeigen konnten.

Unsere Basar-Aussteller: Herr Käsweber vom Kasi-Bräu, Wigbert Bohn mit seinen Vogelhäuschen, Heidrun Taschler mit ihren selbstgenähten Taschen, Petra Baumgärtner mit ihren Holzdeko Produkten, Most und Apfelsecco von Oliver Roth, Herr Wander mit seinen Bienen und Honigprodukten waren ebenfalls zufrieden und kommen gerne bei einem nächsten Fasselfest wieder.

Nicht nur durch die Bewirtschaftung sondern auch durch die Spenden der Aussteller und den Kuchenspenden war die Veranstaltung zu Gunsten der Aktion Festival der guten Taten ein voller Erfolg.

Ein ganz herzliches Dankeschön an alle Mitwirkende, die es ermöglicht haben, dieses Fest zu stemmen!

 

 

 

 

 

 Ferienkinder im Neutarder Heimatmuseum

 

 

 

 

Ferienkinder im Neutharder Heimatmuseum

Einen ganzen Vormittag verbrachten Ferienkinder mit ihren Betreuerinnen im Neutharder Heimatmuseum und tauchten ein in eine ihnen unbekannte Welt, die aber nur wenige Jahrzehnte zurückliegt.

Mit Staunen verfolgten sie, dass die Wäsche nicht per Knopfdruck gewaschen wurde, sondern viel Arbeit und auch Kraftaufwand benötigte, um sauber zu werden. Edda Baumgärtner demonstrierte, wie vielseitig die Flachspflanze verwendet wurde. Leinsamen und –Öl, aber auch die Fasern, zu Garnen gesponnen und dann verwebt, wurden daraus gewonnen. Aufmerksam hörten die Kinder zu, dass zu Großmutters Zeiten schon Umweltschutz betrieben wurde und Recycling nicht nötig war, denn man verwendete Flaschen und Gläser stets aufs Neue, wenn man im Krämerladen z. B. Essig, Öl und Senf nachfüllen ließ. Auch ein Besuch beim Friseur durfte bei unserer Führung nicht fehlen und einige Mädchen erlebten selbst, wie man sich etwa um Anno 1950 verschönen ließ (siehe Foto). Ganz besonders interessierte die Kinder natürlich, wie man früher mit Selbstgebasteltem spielte und lernten dabei, aus Kleinigkeiten etwas Kreatives herzustellen. Um das Erlebte selbst auszuprobieren, durften sie Material zum Herstellen von eigenen Bällen mitnehmen.

Bei einem Abstecher in die Auswandererausstellung unseres Museum hörten die kleinen Gäste von Edith Dres, dass es nicht nur heute Flüchtlinge gibt, denn schon vor mehr als hundert Jahren mussten Menschen aus unserer Gegend vor Hunger ihre Heimat verlassen. In den letzten Jahren besuchen die Nachkommen gern ihre ursprüngliche Heimat, um zu sehen, wo ihre Vorfahren herstammen. An den gezeigten Stammbäumen kann man dann leicht ihre Wurzeln finden. Damit die Kinder auch ihren eigenen Stammbaum herstellen können, durften sie dann Vorlagen um Ausfüllen und Ausmalen mit nach Hause nehmen.

 

 

 

 

 

Tag der offenen Tür im Fasselstall / Festival der Guten Taten

Am 31.08. von 14 bis 19 Uhr zeigt die Heimatforschung Neuthard alte Geräte der Landwirtschaft und des Handwerks im ehemaligen Fasselstall (ehemaliger Stall für die gemeindeeigene Vatertierhaltung ) in Neuthard, Kirchstraße 53. Kinder können sich am Dreschflegel probieren und Bienen bestaunen. Neben der Ausstellung wird ein Basar mit verschiedenen regionalen Produkten von den Herstellern, die aus Neuthard sind oder dort mittlerweile ihren Lebensmittelpunkt dort haben, aufgebaut sein. Folgende Produkte werden angeboten: Kartoffeln, Honig, Vogelhäuschen aus Holz, Deko aus Holz, genähte Taschen, Handarbeit aus Wolle, Prosecco und Most sowie selbstgebrautes Bier.

Der Inhaber vom Kasi-Bräu in Neuthard hat für uns exklusiv ein Bier mit dem Namen "Damians-Bier" nach altem Altenbürger Rezept von 1725 gebraut, das wir gerne, wie auch den Most von der Kelterei Roth, zum Ausschank anbieten.

Ein Raditeller, heiße Wurst, Kartoffeln mit Quark sowie Waffeln und Kuchen sollen den Besuch im Fasselstall in der Kirchstraße 53 kulinarisch bereichern.

Übrigens wurde früher auch  im Fasselstall gefeiert. Mal spontan  - mal organisiert, wie man auf dem Bild von 1982 sehen kann.

Die Heimatforschung Neuthard spendet den Erlös der Bewirtung zu Gunsten der Initiative „Festival der guten Taten – Aktion Mensch“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 Werzwischbinden am 14.08.2014

 

 

 

 

Die Heimatforschung Neuthard bietet auch dieses Jahr ein Werzwischbinden an. Am 14.08. ab 18 Uhr können alle Interessierten im Hof der alten Zigarrenfabrik, Friedhofstraße 4 in Neuthard ihre Sträuße zusammenstellen.

Die Kräuterweihe ist am 15.08.2014 um 19 Uhr in der Sebastiankirche in Neuthard.

Der „Werzwisch“ - hinter diesem seltsam klingenden Wort verbirgt sich ein Kräuter- oder Würzstrauß. „Wisch“ bedeutet mundartlich Wedel – also ein Kräuterbündel aus Heilpflanzen.Die geweihten Kräuter sind zum einen ein Symbol des Dankes an die Natur für deren Gaben, zum anderen spricht man ihnen heilende Kräfte bei Krankheit und Unglück zu.

Um 750 n. Chr. wurde erst die Kräuterweihe verboten, später dann unter den Segen Marias gestellt, seitdem wird die Kräuterweihe am 15.8 Mariä Himmelfahrt gefeiert. Der Abschnitt von Mitte August bis Mitte September gilt als die wertvollste Zeit zum Sammeln der Kräuter, weil den Pflanzen in diesen Wochen angeblich eine besondere Kraft innewohnt.

In Neuthard wurde auch speziell krankem Vieh Teile der geweihten Sträuße gegeben um z.B. durch den in den Sträußen enthaltenden Wermut Magenkrankheiten zu heilen.

Auf eine zweite Veranstaltung möchten wir heute schon hinweisen: Am 31.08. veranstalten wir einen Tag der "Offenen Tür" im Fasselstall und stellen alte Geräte aus der Landwirtschaft und des Handwerks aus. Ein Basar mit Waren, Getränken und Speisen aus der Region wird dort erstmals stattfinden.

 

 

 

Tag der offenen Tür am 31. August 2014

 

 

 

Wie im vorletzten Mitteilungsblatt schon berichtet, möchten wir unsere Exponate der Landwirtschaft und des Handwerks umrahmt vom Verkauf regionaler Produkte im Fasselstall präsentieren.

Dazu wird auch selbstgebrautes Bier vom in Neuthard ansässigen Bierbrauer Kasi-Bräu angeboten. Bei der Vorbereitung sind wir auf historische Daten des General Landesarchives gestoßen. Bier war Anfang des 18. Jahrhunderts auch in Altenbürg sehr beliebt.

Waren es im Mittelalter die Klostermönche, welche die Braukunst verfeinerten, nahmen sich später Adelige und das Bürgertum des Bieres an.

Damian Hugo Philipp Reichsgraf von Schönborn-Buchheim (* 19. September 1676 in Mainz; † 19. August 1743 in Bruchsal) war ab 1721 Kardinal und Fürstbischof von Speyer und ab 1740 Fürstbischof von Konstanz.

Er verlegte 1923 seine Residenz von Speyer nach Bruchsal. In Altenbürg hatte seine landwirtschaftliche Prodiktion von Obst, Fleisch, Bier, Backwaren usw.  

Da es keine rechtsrheinische staatl. Bierbrauerei gab, errichtete Schönborn eine solche in Altenbürg, bestehenden privaten Brauereien wurde die Konzession entzogen. Über den Rhein bis Philippsburg wurde ein kupferner Braukessel mit 4.500 l Inhalt transportiert und dann in Altenbürg eingebaut. Der Bierbrauer stammte aus Bamberg, es kamen böhmischer und einheimischer Hopfen, Gerste, Salz, Wachholderbeeren und Korianderbeeren zur Verwendung. Ab Februar 1725 wurde gebraut und in viele umliegende Gemeinden verkauft. Das Malz wurde zur Mastung der Ochsen und Schweine verfüttert. Die Asche zum Garnkochen abgegeben, saures oder verdorbenes Bier für Branntwein weiter verwendet. Doch auch die Bierbrauerei wurde eingestellt.

1735 klagte Schönborn:“ Als wir die Brauerei zu Altenbürg hatten, wurde allerhand dagegen geredet und kein Mensch wollte Bier kaufen. Nun kommen die Untertanen und wollen private Brauereien genehmigt haben. Es wird nicht gestattet, denn gottlob ist Wein genug da.“

 

Tag der offenen Tür im August

Am 31.08.2014 präsentiert die Heimatforschung Neuthard zwischen 14 und 19 Uhr im Fasselstall (Einfahrt zwischen der Kirchstraße 51 und 55) alte Geräte und Werkzeuge aus der Landwirtschaft und dem Handwerk.

Bedeutung Fasselstall

Die in früheren Jahrhunderten hier sesshaft gewesenen Landwirte hatten unter anderem Kühe, die zur Erhaltung ihrer Rasse zum Vatertier geführt wurden (Farren genannt). Dies wurde Jahrhundert lang auf privater Ebene geregelt.1753 wurden an Konrad Heneka für Fütterung des kleinen Farren z.B. 4,30 Gulden ausbezahlt. Die Gemeinde suchte bereits 1775 s.g. Farrenwärter. 1894 wurde durch das Großherzogliche Bezirksamt angeregt, die Farrenhaltung in Gemeinderegie zu übernehmen. Es gab eine staatliche Beihilfe von 500 Mark. Der Farrenstall wurde für 8000 Mark gebaut. Die endgültige Fertigstellung wurde am 20.6.1899 nach Bruchsal berichtet. Außer den Baukosten, kamen noch zahlreiche Ausgaben zur Beschaffung der zur Fütterung nötigen Maschinen und Geräte. Ab 1.7.1899 wurde der Betrieb aufgenommen und Josef Knopf war der 1. Farrenwärter, der im Dienste der Gemeinde stand.

Mit der Zeit ging die Großviehhaltung zurück und in der Generalversammlung des Ortsviehversicherungsvereins am 29. Februar 1968 wurde mit großer Mehrheit der Anwesenden die Einführung der künstlichen Besamung der Rindviehbestände in der Gemeinde Neuthard befürwortet.

Bereits 1967 waren es nur noch 121 Tierbesitzer mit einem Viehbestand von 299 Tieren, Nach fast 70 jähriger Farrenhaltung (Rinder, Schweine, Ziegen) wurde der Fasselstall im Juli 1968 geschlossen. Danach wurde das Gebäude durch den Bauhof der Gemeinde und seit 2013 durch die Heimatforschung Neuthard genutzt.

 

Festival der guten Taten

 

 

Festival der guten Taten

Auch die Heimatforschung Neuthard beteiligt sich an dem Festival der guten Taten. Am 31.08..2014 werden wir zum ersten Mal den Farrenstall, auch Faselstall genannt, in der Kirchstraße zur Besichtigung öffnen. Dort haben wir unsere Sammlung der landwirtschaftlichen Geräte und Handwerksausstattung von Schuster, Metzger, etc. gelagert.

In vielen deutschsprachigen Bereichen, so auch im Königreich Württemberg, wurde die Pflicht zur Vatertierhaltung den Gemeinden bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts auferlegt. Teilweise kam man dieser Pflicht nach, indem man einzelne Bauern für die Haltung der Vatertiere entlohnte, meist setzte es sich aber mit der Zeit durch, ein gemeindeeigenes Gebäude zur Haltung der Vatertiere zu bauen. Die Bezeichnung Farrenstall leitete sich von dem schwäbischen Wort „Farren“ ab, womit ein geschlechtsreifes männliches Hausrind bezeichnet wird.

An diesem Sonntag im August werden wir auch typische "bäuerliche" Speisen anbieten. Der Erlös kommt der Initative "Festival der guten Taten" zu Gute.

An dieser Stelle bald mehr zu unserer Veranstaltung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Großes Interesse an der Osterausstellung: Neutharder Straße

Am Ostermontag hatte die Neutharder Heimatforschung ihre Räumlichkeiten geöffnet und präsentierte die Ausstellung: Neutharder Straßen. Viele Luftbilder, alte Ortspläne, zwei Filme und jede Menge alte Fotos dokumentierten den Wandel des Dorfes von einem Ein-Straßendorf zu dem heutigen Ortsbild mit über 60 Straßen. Das Interesse war groß denn viele Besucher entdeckten "ihr" Zuhause, wie es zu Lebzeiten der Eltern oder Großeltern ausgesehen hatte. Ältere Einwohner erkannten sich als Kinder oder Jugendliche auf dem Vorplatz der Kirche oder Fußballplatz in dem Film von 1959, als die Straßen noch leer und die Kirche voll war. Wir bekamen viele Wünsche, Fotoabzüge bereit zu stellen, was wir gerne erfüllen werden.

Auch unsere Museumsräume mit den Themen: altes Handwerk, Auswanderer, Sitten und Gebräuche wurden rege frequentiert und unsere Mitglieder konnten sich intensiv mit den Besuchern über Personen, Zeitgeschehen und Dorfentwicklung austauschen.

Ein besonderer Lob für die gelungene Veranstaltung gilt allen Helfern bei der Erstellung und Betreuung der Ausstellung. Dankeschön auch an die Kuchenspender!

 

 

 

Ausstellung am Ostermontag

Am Ostermontag öffnen wir das Museum in der alten Zigarrenfabrik. Als Sonderausstellung präsentieren wir dieses Jahr die Straßen von Neuthard. Die Herkunft der Straßennamen sowie Veränderungen der Straßenbilder werden mit vielen Fotos, Plänen und Karten dokumentiert. Hier schon einmal ein Auszug aus unserer Ausstellung:

Luisenstraße

Großherzogin Luise von Baden, geboren 1838 als Luise von Preußen, Schwester des späteren Kaisers, heiratete mit 18 Jahren Großherzog Friedrich von Baden. Sie gründete 1859 die berühmten Frauenvereine, der nach 1900 etwa 90 % aller Frauen des Großherzogtums angehörten. Luise zählte zu den ersten, die der Rotkreuz-Idee zum internationalen Durchbruch verhalf, und wurde dafür sehr verehrt und ausgezeichnet.

2013 wurde für sie ein Denkmal im Karlsruher Stadtgarten errichtet. Ihr zu Ehren bzw. ihrer Schwiegertochter Hilda waren diese Namen in Neuthard im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts sehr beliebt (ebenso wie Karl, Friedrich und Wilhelm). Nach der Revolution 1918 musste das Großherzogspaar fliehen. Luise starb 1923 in Baden-Baden und ruht in der Karlsruher Grabkapelle des Großherzoglichen Hauses.

Die Hildastraße gibt es nicht mehr in Neuthard, da der Name bei der Fusion von Neuthard und Karlsdorf in Kreuzstraße geändert wurde.

Fortsetzung folgt.

Ausstellung am Ostermontag

Am Ostermontag eröffnen wir wieder unsere alljährliche Ausstellung in der Heimatforschung Neuthard. Dieses Jahr haben wir uns dem Thema Straßenbilder in Neuthard gewidmet. Anhand der Kirch- und Hauptstraße werden die Veränderungen hinsichtlich Bauten und Verkehr mit vielen Fotos dargestellt. Aber auch die mittlerweile über 60 Straßen in Neuthard werden aufgezeigt. Fragen werden beantwortet wie z.B. woher hat meine Straße ihren Namen wie Am Pfinzkanal oder Zehntweg oder warum gibt es einige "Gässlein" und wie werden diese genannt ?

Viele Ortspläne, die den Wachstum des Dorfes dokumentieren, werden ausgestellt. Nicht nur für alteingesessenen Neutharder sondern auch für aufgeschlossene "Zugezogene" , die mehr über "ihr" Dorf wissen möchten, stehen vielfältige Text-, Bild- und Videoinformationen zur Verfügung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vor 1928 hieß die Hauptstraße Mittelgasse. Neuthard hatte ursprünglich nur eine Straße, die jetzige Hauptstraße. Danach kam die Kirchstraße dazu und längs der beiden Straßen wurden die Häuser gebaut. Neuthard gehörte also zu den sogenannten Straßen- oder Reihendörfern, die langgestreckt

sind· Die Höfe oder Hofstellen sind meist eng in regelmäßigen Abständen und unmittelbar mit den Wohngebäuden und Nebenanlagen wie Ställen, Scheunen, Mauern, Zäunen, Gärten am Verkehrsweg liegend, angelegt.

Dies erklärt auch, warum es in Neuthard wenig Querverbindungen zwischen den zwei "Hauptstraßen" im Ortskern gibt. Beholfen hatte man sich anfangs mit den Gassen, die teilweis über Grundstücke gingen, um kurze Wege herzustellen. Die meisetn Gassen sind heute noch vorhanden, auch wenn sich die Namen je nach Namensüberlieferung geändert haben. Sie heißen:

- Altes Schulgässle

- Engelwirtsgässle

- Kronenwirtsgässle

- Feinbäckersgässle

- Hostertgässle

- Kapellengässle

- Kirchengässle

- Ritterwirtsgässle

Bis in die 1920er Jahre endete die Hauptstraße Richtung Karlsdorf mit der heutigen Hausnummer 86.

Heute ist die letzte Nummer über 150. Das Foto zeigt die Hauptstraße von der anderen Seite aus, nämlich von Spöck kommend. Hier stand früher auf der rechten Seite, eine Mühle. Das Foto zeigt das Haus von Linus Roth. Jetzt steht dort ein wesentlich moderneres Haus der Familie Roth inklusive ihrer Kelterei. Auf dem anderen Foto sieht man, dass es durchaus auch Zeiten gab, in denen man am Sonntag oder am Feiertag gefahrlos auf der Hauptstraße flanieren konnte.

 

 

 

 

 

 

Ausstellung Ostermontag

In der letzten Ausgabe des Mitteilungsblattes wurde schon über die beiden Straßen Haupt- und Kirchstraße berichtet. Hier noch Ergänzungen zum Straßenbild der Kirchstraße, die vor 1928 „Hintergasse“ hieß.. Die Hintergasse war ein Feldweg, auf dem sich der Fuhrwerksverkehr von Bruchsal - Altenbürg (Karlsdorf) nach Büchenau abwickelte. Dass diese hintere Gasse ein Feldweg war, erfährt man aus einer Beschwerde des Pfarrer Hebenstreit gegen die Gemeinde im Jahre 1733. Er beklagte sich über den schlechten Kirchenweg. Auf zwei Arten konnte er zur Kirche kommen. Er konnte die Mittelgasse (heute Hauptstraße) und das Kirchengässchen benutzen oder konnte den Feldweg (heute Kirchstraße) nehmen, zu dem auch das Pfarrhaus einen Ausgang hatte. Damit er diesen Weg leichter gehen konnte, ließ die Gemeinde einen Fußpfad anlegen und mit Sand bestreuen. Der Pfarrer verlangte aber einen gepflasterten Weg, „da dieser Feldweg mitsamt dem Fußpfad oft ein Morast sei, dass man ihn unmöglich gehen könne“. Die Gemeinde weigerte sich, diesen Weg pflastern zu lassen.

Heute befindet sich die Kirchstraße nicht zum erstenmal in dem Zustand mit Hindernissen auf der Fahrbahn bestückt zu sein. Bis 1961 standen hier eine Kapelle und ein Kastanienbaum, die auf Grund des wachsenden Verkehrs 1961 abgerissen bzw. gefällt werden mussten. Die Kapelle (s. Foto) wurde um 1550 erstmals erwähnt und wurde zu Ehren der Mater dolorosa (lateinisch für „schmerzensreiche Mutter"), geweiht.

Wer am Ostermontag zu unserer Ausstellung in die Heimatforschung kommen möchte, aber aus gesundheitlichen Gründen den Weg dorthin nicht zurücklegen kann, kann unseren Fahrdienst in der Zeit von 14h bis 17h innerhalb Neuthards nutzen. Eine Rückfahrt ist natürlich auch möglich. Die Ausstellung befindet sich im Untergeschoss, welches barrierefrei zugänglich ist. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich unter 07251-41630.